Wenn es dicht sein muss: Rührreibschweißen!

22.05.2018 - Aluminium und Aluminium-Legierungen mit höchster Dichtigkeit verbinden: Dies ist in immer mehr Branchen gefragt – und Rührreibschweißen (Englisch: Friction Stir Welding, kurz FSW) schafft es mit Bravour. Grenzebach mit Hauptsitz im bayerischen Hamlar bietet ein an diese innovative Fügetechnologie angepasstes Anlagenportfolio und unterstützt bei der kundenspezifischen Optimierung der Schweißabläufe von der Planung bis zur Serienbegleitung.

Rührreibschweißen – gerührt, nicht geschmolzen

Beim Rührreibschweiß-Verfahren erzeugt ein rotierender, verschleißfester Reibstift Wärme an der Nahtstelle. Das Material wird plastisch verformt und entlang der Nahtstelle durch den Reibstift verrührt - ohne dabei den Schmelzpunkt der Werkstoffe zu erreichen. Über die Werkzeugschulter wird das plastifizierte Material verdichtet, und es entsteht eine feste, medien- und druckdichte Verbindung zwischen den Werkstücken.

Im Vergleich zu konventionellen Schmelzschweiß-Verfahren, wie zum Beispiel dem Lichtbogenschweißen, werden beim Rührreibschweißen weder Schweißdraht noch Schutzgas oder aufwändige Abluftsysteme benötigt. Des Weiteren ist die Anwendung vibrations-, geräusch- und emissionsarm und erzeugt keine optische Strahlung.

Grenzebach ist ein weltweit führender Spezialist für die Automation industrieller Prozesse. Das Unternehmen entwickelt für die globalen Märkte der Glas- und Baustoffindustrie sowie der Intralogistik maßgeschneiderte Automatisierungslösungen von der Planung bis zur Fertigung und Inbetriebnahme. Die langjährige Erfahrung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Services machen Grenzebach zu einem weltweit gefragten Partner. 3.000 installierte Anlagen in 55 Ländern sprechen für Qualität und Zuverlässigkeit. Mit einer Exportquote von über 90 Prozent zählt die mittelständische Unternehmens-Gruppe zu den Global Playern.

Dichtigkeit, Dichtigkeit, Dichtigkeit: Diese Eigenschaft ist bei Konstruktionen und Komponenten wie Wärmetauschern, Batteriewannen oder Kühlern unverzichtbar. Langzeitbeständige, feste, medien- und druckdichte Verbindungen zwischen den Werkstücken sind ein Muss. Wenn es wirklich dicht sein soll, fällt die Wahl gerne auf Rührreibschweißen. Schließlich ist die prozesssichere Herstellung einer anforderungsgerechten Dichtigkeit eines der hervorstechenden Attribute, das sich mit dem FSW-Verfahren erreichen lässt. Zudem kann diese moderne Fügetechnologie auf Grund des verfahrenstypisch hohen Automatisierungsgrads hervorragend in eine industrielle Serienproduktion eingebunden werden.

Aluminium auf dem Vormarsch

Beim Rührreibschweißen, ein Festphasen-Schweißverfahren das ohne Schmelze auskommt, entstehen keinerlei Poren und Heißrisse. Genau diese Effekte sind es, die beim konventionellen Schmelzschweißen zu Undichtigkeiten führen. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn Alu-Gussmaterial ins Spiel kommt, was bei vielen Konstruktionen und Komponenten von flüssigkeitsgekühlten Systemen in den Bereichen Automotive, Energieübertragung/Leistungselektronik, Batteriefertigung, Schienenfahrzeugbau, Luft- & Raumfahrt und Consumer Electronics mittlerweile Standard ist. Gerade beim stoffschlüssigen Fügen von Aluminium und Aluminium-Kombinationen, wie Blech- und Gusswerkstoffen, zeigt das Rührreibschweiß-Verfahren seine Stärken und realisiert qualitativ hochwertige Verbindungen mit einer zudem ausgezeichneten Oberflächenqualität. Aufwändige Nacharbeitsschritte wie das Entgraten der Schweißnaht entfallen.