Mission: Additive Fertigung in Serie

News | 29.10.2020

Bei der digitalen Messe formnext connect vom 10. bis 12. November zeigt Grenzebach, wie sich additive Fertigungsverfahren automatisieren und vernetzen lassen. Sicher und effizient.

 

 

Von medizinischen Schutzbrillen bis zu Splittern für Beatmungsgeräte: Um schnell dringend benötigte Artikel für den Kampf gegen COVID-19 zu produzieren, sind in den vergangenen Monaten weltweit beeindruckende 3D-Druck Initiativen entstanden – Unternehmen engagieren sich ebenso wie Universitäten oder Freiwilligen-Organisationen. „Viele Engagierte auf der ganzen Welt haben an diesem Beispiel gezeigt, dass mit Hilfe von 3D-Druck schnell und flexibel Lücken geschlossen werden können. Das gilt für die Pandemie-Bekämpfung und produzierende Unternehmen gleichermaßen.“, sagt Oliver Elbert, Head of Business Development bei Grenzebach. „Um die Vorteile der additiven Fertigung voll ausnutzen zu können, ist insbesondere intelligente Automatisierung und Vernetzung des Equipments gefragt. Wir beschäftigen uns daher schon seit einigen Jahren intensiv mit entsprechenden Lösungen.“ Aktuell engagiert sich Grenzebach unter anderem im Leuchtturmprojekt POLYLINE. Auf der digitalen Messe formnext connect stehen die Automatisierungsexperten von Grenzebach für den fachlichen Austausch und auch konkrete Beratungsgespräche zur Verfügung.

 

Industrieller 3D-Druck intelligent organisiert

 

Zahlreiche Prozessschritte mit unterschiedlicher Dauer machen die additive Fertigung zu einer komplexen Angelegenheit. Anwender profitieren davon, Abläufe zu automatisieren und für optimalen Materialfluss zwischen einzelnen Geräten wie Drucker, Sägen, Öfen und Veredelungssystemen zu sorgen. Grenzebach legt den Fokus auf ganzheitliche Lösungen rund um den industriellen 3D-Druck, vor- und nachgelagerte Prozesse inklusive. Die kundenindividuellen Automatisierungskonzepte werden mit Grenzebach Equipment und der Integration von Fremdsystemen umgesetzt: von Fahrerlosen Transportfahrzeugen über Roboterzellen bis hin zu Greiftechnik und Inspektionssystemen bietet Grenzebach alles, was für eine intelligente additive Fertigung gebraucht wird. Neben Beratungsleistungen und Hardware bietet das Unternehmen mit der Digitalisierungsplattform SERICY auch die Möglichkeit, die jeweils individuelle Welt der additiven Fertigung digital abzubilden und zu dirigieren. Auf diese Weise können Abläufe optimal integriert werden, Daten werden für alle Abteilungen im Unternehmen nutzbar gemacht – und das System ist offen für künftige Entwicklungen. Im Mittelpunkt steht dabei, eine wirtschaftliche Serienfertigung zu unterstützen.

 

Leuchtturmprojekt POLYLINE

 

Das ist auch Gegenstand des Forschungsprojekts POLYLINE, an dem Grenzebach sich derzeit beteiligt. Ziel ist die Entwicklung eines automatisierten und effizienten Produktionsverfahrens zur additiven Serienfertigung mit polymerbasiertem Laser-Sintern (LS). Es ist eines von sechs Projekten, das im Programm „Linienintegration additiver Fertigungsverfahren“ der Photonik Forschung Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Interessierte können sich auf der formnext connect über Erkenntnisse aus den Projekten und nächste Schritte informieren. „Mit 15 Industrie- und Forschungspartnern an einer digitalisierten Fertigungslinie der nächsten Generation zu arbeiten, gibt uns die Chance, unser Prozesswissen einzubringen und weiter zu schärfen. Die Erkenntnisse aus diesem Leuchtturmprojekt werden für die Praxis über die Automobilindustrie hinaus wertvoll sein“, so Elbert.

 

Aktiver Arbeits- und Gesundheitsschutz

Automatisierungslösungen machen den 3D-Druck nicht nur wirtschaftlicher sondern auch sicherer. Organisationen wie das Umweltbundesamt weisen darauf hin, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in der Nachbearbeitung von 3D-Druck-Bauteilen Feinstäuben und Nano-Partikeln ausgesetzt sein können. Hinzu kommen Besonderheiten, die sich aus den Prozessen ergeben. So erfordern insbesondere additive Fertigungstechniken für Metalle eine Schutzgasatmosphäre. „Automatisierte Handlings- und Transporttechnik leisten einen konkreten Beitrag zu Arbeits- und Gesundheitsschutz“, so Oliver Elbert.

 

Ansprechpartner stehen virtuell zur Verfügung

 

Ob Drucker- und Peripheriehersteller, erfahrene Anwender, Einsteiger in den industriellen 3D-Druck oder Fachberater für das Fertigungsverfahren: Die Experten von Grenzebach freuen sich auf den fachlichen Austausch im Rahmen der formnext connect. „Sehr gerne hätten wir die Messe in Frankfurt für den persönlichen Austausch mit unseren Partnern und mit allen Interessierten genutzt. Selbstverständlich begrüßen wir aber das verantwortungsvolle Handeln des Veranstalters mesago, die Formnext in diesem Jahr auf die digitale Bühne zu verlegen“, sagt Frédéric Erben, Head of Corporate Strategy & Communications. „Unser gesamtes Team für additive Fertigung wird virtuell für Gespräche und die Demonstration unserer Lösungen zur Verfügung stehen.“ Am Donnerstag, 12. November, 10 – 10:30 Uhr, widmet sich Oliver Elbert mit der Arbeitsgruppe Additive Manufacturing des VDMA in einem Vortrag (in englischer Sprache) dem Thema „Does automation of Additive Manufacturing processes add value on the way to serial production?“.


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