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Kaltes Ende mit heißen Features

Grenzebach richtet Cold End-Anlage von Floatglas-Linie für Gold Plus Glass Industry Limited in Indien neu aus

Gold Plus Glass Industry Limited, einer der bedeutendsten Player der indischen Glasindustrie, setzt beim Betrieb und beim Service der Floatglas-Linien am Kalten Ende auf das Sparring mit Grenzebach. Bei der Premieren-Linie, die seit einem Jahrzehnt rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche im Betrieb war, werden eine Reihe von Modernisierungen vorgenommen, die für die nächsten Jahre stabilen Ausstoß und sogar noch ein Plus an Qualität sicherstellen. „Die Aufgabe, das Kalte Ende von Floatglas-Linien im 24/7-Betrieb über den kompletten Lebenszyklus zu begleiten, heißt für uns auch, sehr intensiv mit den Kunden zu kommunizieren. Im Austausch mit den Fachleuten von Gold Plus Glass Industry Limited hatten wir eine Reihe von Ansatzpunkten definiert, um langfristig für höchste Verfügbarkeit, Qualität und Effizienz zu sorgen“, sagt Jan Lukassek, bei der Grenzebach Gruppe Sales Manager Glas für den indischen Markt.

550 Tonnen Flachglas täglich

Das Abkommen für die Arbeiten wurde im Herbst 2018 auf der Glasstec in Düsseldorf unterzeichnet, der weltweit größten Messe für die Glasindustrie. Sanierung und Modernisierung der Cold End-Technologie von Grenzebach wird  im Rahmen einer so genannten Kaltreparatur stattfinden, also bei abgeschaltetem Ofen und kompletter Betriebspause. Die Wiederaufnahme der Produktion (Start-up) ist für 2019 fixiert. Danach soll die Anlage bis zu 550 Tonnen Glas am Tag produzieren.

Neues Portalgerät für Jumbos

Das Kalte Ende, an dem Bearbeitung und Handling des Flachglases mit einer Dicke von 2 bis 12 Millimetern stattfinden, werten die Fachleute von Grenzebach an verschiedenen Stellen auf:
Der bisher über eine Königswelle angetriebene Endlosbereich wird komplett auf einzelne Rollenfördererantriebe umgebaut. Zudem ist eine neue redundante Liniensteuerung Simatic S7 400 von Siemens vorgesehen. Der Schneidbereich wird modifiziert und um eine neue Querschneidbrücke erweitert. Am Kalten Ende werden Glasfehler automatisch mittels Markierbrücke kenntlich gemacht. Ergänzend gibt es künftig eine eigene Station zur Entnahme von Musterscheiben. Diese wird am Beschleunigungs-Rollenförderer installiert. Weiter steht der Austausch von Rollenförderern in der Hauptlinie und in den Seitenlinien an. Ebenfalls gibt es eine neue Station für das Aufbrechen von inhomogenen Jumboscheiben. Und gestapelt werden die Jumboscheiben künftig mittels neu installiertem Portalgerät.

Verlässlich und innovativ am Kalten Ende

Bei Gold Plus Glass Industry Limited laufen im Werk in Roorkee, rund 180 Kilometer nördlich von Delhi, inzwischen zwei Floatglas-Linien, beide mit Cold End-Anlagen von Grenzebach. Die Geschäftsbeziehungen bestehen seit 2007. Das erste Kalte Ende zwischen Ganges und Yamuna ging 2009 in Betrieb, das zweite Anfang 2018. „Höchste Schneid- und Stapelgenauigkeit, eine möglichst geringe Fehlerquote und höchste Verfügbarkeit der Anlage sind für uns in der Floatglas-Herstellung entscheidende Erfolgskriterien. Grenzebach ist ein ebenso verlässlicher wie innovativer Partner für einen stabilen Produktionsprozess. Und die Fachleute von Grenzebach liefern auch bei der für uns so wichtigen Kaltreparatur beste Beratung und kundige Umsetzung“, merkt S.S.R Murthy an, Plant Head von Gold Plus Glass Industry. Auf den insgesamt zwei Linien in Roorkee im Bundesstaat Uttarakhand werden nach der Kaltreparatur gut 1.300 Tonnen Floatglas pro Tag produziert. In der indischen Glasbranche ist Gold Plus Glass Industry Limited einer der bedeutendsten Player. Das Unternehmen, das heute Produktion, Verarbeitung und Handel unterschiedlichster Glas-Kategorien in den Fokus stellt, wurde 1985 gegründet.